Akupunktur

Akupunktur ist ein fester Bestandteil der traditionell chinesischen Medizin (TCM) und eine seit mehr als 2000 Jahren bewährte medizinische Heilweise.
Die Therapie mit feinen Nadeln kann bei vielen Erkrankungen allein oder zusätzlich zu anderen Verfahren angewendet werden. Über spezifische Punkte, die auf den Meridianen- den Energieleitbahnen - zu finden sind, werden die Selbstheilungskräfte mobilisiert.
In der TCM ist Gesundheit gleich bedeutend mit dem freien Fluss der Lebensenergie Qi.

Yin Yang Das alte chinesische Zeichen für Yin und Yang symbolisiert das sich ständig verändernde Gleichgewicht, welches den freien Fluss des Qi bestimmt. Das Symbol bezeichnet das dynamische Gegensatzpaar, das allem Leben zugrunde liegt,wie Tag und Nacht, groß und klein, hell und dunkel, Aktivität und Ruhe. Entsteht hier ein Ungleichgewicht, z.B. durch eine Kombination verschiedener Faktoren, kommt es zur Krankheit.

Manchmal kann ein Symptom eine Warnung dafür sein, dass ein unterschwelliges Problem im Leben eines Menschen vorliegt. Tritt ein Symptom immer wieder auf, würde eine ausschließliche  Behandlung des Symptoms die Problemlösung hinauszögern. Alle psychosomatischen Erkrankungen äußern sich in einem Symptom, dessen Ursache behandelt werden muss, um die Lebensqualität wieder herzustellen. In der Akupunktur als ganzheitliches Behandlungskonzept werden die Psyche und das Erleben des Patienten mit einbezogen.

Therapiekonzept

Über eine ausführliche Anamnese und gegebenenfalls über eine Zungen- und Pulsdiagnostik wird ein individuelles Behandlungskonzept erstellt. Die hier gewählten Akupunkturpunkte können im Verlauf der Behandlung geändert oder ergänzt werden, je nach Veränderung im Befinden des Patienten. Die Kombination aus Körper- und Ohrakupunktur hat sich in meiner Praxis bewährt. Auch wenn zwei Menschen mit der gleichen Symptomatik in die Praxis kommen, werden bei unterschiedlichen Ursachen, auch unterschiedliche Punktekombinationen gewählt.

Wie viele Behandlungen sind nötig?

Bei chronischen Erkrankungen muss in der Regel länger behandelt werden und es ist sinnvoll, einmal in der Woche zu akupunktieren. Bei akuten Erkrankungen ist die Behandlungsdauer kürzer und es kann mehrmals in der Woche eine Akupunktur stattfinden.
Nach durchschnittlich ca. 5 Sitzungen ist die Behandlungsdauer genauer einzuschätzen.
Je nach Erkrankung wird nach 10 Behandlungen das Intervall verlängert. Bei psychosomatischen Beschwerden und Stress-Symptomatik hat es sich bewährt, nach der Grundbehandlung den Patienten weiter zu begleiten und ca. alle 4 Wochen eine Akupunktur zur Stabilisierung durchzuführen.

Wer kann eine Behandlung erhalten?

Grundsätzlich können alle Menschen über Akupunktur behandelt werden. Es ist auch möglich, die gewählten Punkte über Druck (Akupressur) zu stimulieren.

Gibt es Nebenwirkungen ?

Bei einer fachgerecht durchgeführten Akupunktur sind keine Komplikationen zu erwarten. Da die Selbstheilungskräfte aktiviert werden, kommt es gelegentlich zu einer Erstverschlimmerung. Die Symptome klingen jedoch in der Regel rasch ab. Es wird immer eine Hautdesinfektion der gewählten Akupunkturpunkte vor und nach der Behandlung durchgeführt. Die Nadeln sind sterile Einmalnadeln und daher ist eine Infektion nicht zu erwarten. Oft  setzt bereits nach der ersten Sitzung eine angenehme Entspannung ein.

Welche Symptome und Erkrankungen können behandelt werden?

Da die Akupunktur einem ganzheitlichen Konzept folgt, können grundsätzlich alle Erkrankungen behandelt werden. Allein oder in Kombination mit anderen Therapieverfahren hat sich die Wirksamkeit der Akupunktur in der Praxis erwiesen. Viele Erkrankungen entstehen durch eine Wechselwirkung zwischen Körper und Seele. Manchmal folgt einem – oft unbewussten -  seelischen Konflikt ein Symptom und manchmal entsteht nach oder während einer Krankheit eine seelische Belastung.  
Bei diesen psychosomatischen und somatopsychischen Beschwerden hat sich die Akupunktur als sehr hilfreich erwiesen.

Die Akupunktur ist genauso individuell wie die Menschen, die sie erhalten.

Kosten

Die Abrechnung erfolgt über die Gebührenordnung für Ärzte. Eine Kostenübernahme – insbesondere durch die gesetzlichen Krankenkassen – ist nicht gewährleistet.