7. Echokardiographie (Ultraschall-Doppler-Untersuchung)

Untersuchungsmethode zur Beurteilung der Pumpfunktion des Herzens, der Herzgröße, der Herzwände, der Herzklappen usw. Dieses moderne Verfahren liefert viele Detailinformationen über die Funktion des Herzens. Es ist völlig ungefährlich und schmerzfrei. Bei speziellen Fragestellungen ist eine Durchführung mit Belastung auf einem Fahrradergometer oder unter einer Medikamenteninfusion (=Stress-Echokardiographie), durch die Speiseröhre (=TEE=transösophageale Echokardiographie) oder mit Kontrastmitteln möglich.

Stress-Echokardiographie: Echokardiographie unter Belastungsbedingungen. Dabei wird die Belastung während der Echokardiographie entweder auf einem besonderen Fahrrad-ergometer (wie unter 6) oder medikamentös durch Infusion einer speziellen Substanz durchgeführt. Durch die originalgetreue Darstellung der Arbeitsweise des Herzens in Form bewegter Bilder (Echokardiographie) können minderdurchblutete Areale des Herzmuskels infolge von Herzkranzgefäßverengungen (Sauerstoff-Not, s. auch unter 6) mit hoher Genauigkeit und leichter als in der EKG-Kurve des Belastungs-EKG’s erkannt werden. Die medikamentöse Belastung bewirkt eine Zunahme der Pumpleistung des Herzens und des Pulses wie bei einer echten körperlichen Belastung. Ein Vorteil gegenüber der Fahrrad- ergometrie besteht u.a. in besseren Untersuchungsbedingungen durch die ruhige Lage des Patienten.

TEE=transösophageale Echokardiographie: Bei dieser Untersuchung wird ein endoskopartiges Instrument über die Speiseröhre eingeführt. (=„Schluckecho“). An der Spitze des Gerätes befindet sich ein sogenannter Schallkopf, der Ultraschallwellen (wie unter 7) aussendet. Der Schallkopf wird über die Speiseröhre direkt hinter dem Herzen plaziert. Dadurch entfallen störende Einflüsse der Brustwand und der Arzt erhält brilliante Bilder auch von sehr feinen Strukturen des Herzen. So können z.B. Herzklappen exakt beurteilt oder Blutgerinnsel im Herzen entdeckt werden. Auf Wunsch des Patienten kann die Untersuchung unter einer leichten Sedierung (Betäubung) durchgeführt werden. Der Rachen wird in jedem Fall betäubt. Mindestens 6 Stunden vor der Untersuchung darf der Patient nichts essen und nur höchstens 1 Tasse trinken.