Psychosomatische Kardiologie

Psychosomatik bezeichnet die Einbeziehung von psychologischen, sozialen und biologischen Aspekten bei der Untersuchung des Patienten und der Behandlung von Krankheit.
Komplementär dazu steht die Somatopsychologie, welche die Auswirkung von Krankheit auf emotionale Prozesse untersucht und bei der Behandlung berücksichtigt.

In unserem „Zentrum für psychosomatische Kardiologie“ werden beide genannten Aspekte berücksichtigt.
Schwerpunkt ist die Psychokardiologie als Zweig der Psychosomatik.

Die pathogenetische Perspektive (was macht krank) wird zunehmend durch eine salutogenetische Sichtweise (was hält gesund) ergänzt. Hier wird bereits deutlich, dass Gesundheit kein stabiler Zustand ist, sondern dass eine kontinuierliche Anpassung an äußere Anforderungen (z.B. einschneidende Lebensereignisse) und innere Anforderungen (z.B. innere Konflikte) erfolgen muss.
Eine gute körperliche Verfassung, stabile soziale Kontakte sowie eine stabile sozioökonomische Situation sind Beispiele für gute Schutzfaktoren. Als Beispiele für Belastungsfaktoren seien soziale Isolation, Verlust des Arbeitsplatzes, Krankheit eines Angehörigen sowie dauerhafte familiäre Konflikte genannt. Kommt das fragile System aus dem Gleichgewicht und verfügt der Mensch nicht über ausreichend seelische Widerstandskraft (Resilienz), dann droht Erkrankung.

Eine psychosoziale Mitbeteiligung ist für folgende Krankheitsbilder gesichert:

  • arterieller Hypertonus
  • tachykarde supraventrikuläre und ventrikuläre Rhythmusstörungen
  • chronische Herzinsuffizienz
  • Koronare Herzerkrankung/Angina pectoris/Herzinfarkt.

 

Der Prozess der Krankheitsbewältigung (Coping) entscheidet in hohem Maße darüber, ob ein Patient im Verlauf einer Herzerkrankung ein angemessenes Gesundheitsverhalten entwickelt und eine zufriedenstellende Lebensqualität erreicht.

Viele Patienten leiden unter „Herzbeschwerden“ wie Druck in der Brust, Herzrhythmusstörungen sowie Palpitationen (das Herz klopft bis in den Kopf) ohne manifest am Herzen erkrankt zu sein.
Hier ist es wichtig, über eine entsprechende Behandlung die eigentliche Botschaft des Unbewussten zu verstehen und zu bearbeiten.

Angstzustände und Depressionen sind oft Auslöser für, aber auch Folge von Herzerkrankungen im weitesten Sinne und ihre Behandlung ist daher auch ein Schwerpunkt unseres Zentrums.

In unserem „Zentrum für psychosomatische Kardiologie“ werden alle genannten Aspekte berücksichtigt.

In einem geschützten und vertrauensvollen Rahmen wird für jeden Patienten nach einer ausführlichen Anamnese und nach kardiologischer Abklärung der Symptome ein individueller Behandlungsplan erstellt. Durch gemeinsame Arbeit wird es gelingen, Verhaltensänderungen zu erleichtern und zu festigen.

Schwerpunkte:

  • Erlernen einer gesunden Lebensweise
  • Konfliktmanagement
  • Stressabbau und Stressmanagement
  • Kurse zum Erlernen von Entspannungstechniken
  • Raucherentwöhnung
  • Änderung krankheitsfördernder Ernährungsgewohnheiten
  • Reduktion von Übergewicht
  • Abbau von Bewegungsmangel

Psychotherapeutisch nutzen wir methodenübergreifend die psychosomatische Gesprächsführung, die ärztliche Hypnose/Hypnotherapie als verhaltenstherapeutischen Ansatz sowie die Akupunktur als ganzheitliche Methode.

„Gesund zu sein oder es wieder zu werden, sollte eines der wichtigsten Ziele im Leben sein“,

wir helfen Ihnen dabei.